Häufig gestellte Fragen
Liebe Brautpaare,
Ich tue alles, was in meiner Macht steht, um sicherzustellen, dass eure Hochzeitsfotos perfekt werden. Am Ende sind die besten Ergebnisse jedoch eine Zusammenarbeit zwischen dem Brautpaar und dem Fotografen. Daher habe ich aus meiner Erfahrung diese Punkte zusammengestellt, die ich gerne jedem Brautpaar vor der Hochzeit mitgeben möchte.
Vor der Hochzeit:
1. Handys: Bitte bittet eure Gäste darum, während der wichtigen Momente der Hochzeit möglichst keine Handys zu nutzen, weder zum Chatten noch zum Fotografieren oder Filmen. Das ist mir aus zwei Gründen wichtig: a) Gäste, die auf Handys starren, sehen auf den Fotos nicht so toll aus und b) oft versperren solche Hände mit Handys dem Fotografen die freie Sicht auf das Brautpaar.
2. Auszug des Brautpaares: Heutzutage werden meistens Seifenblasen oder Hochzeitsstäbe verwendet. Vom Reis würde ich abraten, weil das Brautpaar automatisch seine Augen schützen möchte und das auf den Fotos nicht so toll aussieht. Seifenblasenmaschinen können das Haar des Brautpaares zerstören. Am schönsten sehen für mich Rosenblüten aus.
3. Make-up und Haare: Extrem wichtig für gute Fotos. Unbedingt einen Probetermin vereinbaren und direkt und offen sagen, wenn etwas nicht passt.
4. Ablauf des Tages: Bei einem vollgepackten Programm kann das Brautpaar in Stress geraten, und es wird z.B. knapp mit der Zeit für Paarbilder oder das Getting Ready. Das finde ich immer sehr schade. Lieber ein wenig Leerlauf als Hektik.
5. Gäste: Zu viele Menschen in kleinen Räumen erschweren die Arbeit des Fotografen in Bezug auf saubere und schöne Fotos, z.B. beim Getting Ready. Wenn das Brautpaar immer von vielen Menschen umgeben ist, wird es schwer für den Fotografen.
6. Einstellung zu Fotoshootings: Sehr oft fühlen sich Männer, aber auch Frauen, beim Fotografieren unwohl. Ich kann das gut nachvollziehen, auch mir geht es oft nicht anders. Ich als Fotografin tue alles, damit ihr euch entspannt und Spaß habt. Redet gerne darüber mit eurem Fotografen und baut Vertrauen auf. Auch ein Probeshooting kann hier helfen.
7. Und nochmal Kommunikation mit dem Fotografen: Seid im Kontakt und tauscht Erwartungen aus. Schickt dem Fotografen ein paar Bilder, die euch gefallen. Kommunikation ist das A und O. Sprecht darüber, was euch wichtig ist. Besprecht zusammen den Ablauf des Tages kurz vor der Hochzeit. Ein persönliches Treffen ist immer ideal. Vertraut eurem Fotografen, und wenn ihr ihm/ihr nicht vertraut, geht zu einem anderen.
8. Fotos von Gästen: Vor allem bei großen Hochzeiten kann nicht garantiert werden, dass jeder Gast auf einem Bild ist. Wenn dies gewünscht ist, sollten unbedingt Gruppenfotos eingeplant und dem Trauzeugen oder der Trauzeugin die Aufgabe übertragen werden, die Gäste für die Fotos zusammenzurufen.
Während der Hochzeit:
9. Körperhaltung und Gesichtsausdruck: Sehr oft vergessen Brautpaare vor Aufregung, auf die Körperhaltung und den Gesichtsausdruck zu achten. Meine Empfehlung ist, sich so zu fühlen, als wäre man ein Schauspieler vor der Kamera. Schlechte Körperhaltung beim Sitzen im Standesamt kann leider nicht in Photoshop bearbeitet werden, und der Fotograf kann die Trauung nicht unterbrechen.
10. Position des Brautpaares zum Licht: Ich bitte meine Paare darum, nicht in der prallen Sonne zu stehen und nicht in der dunkelsten Ecke, wenn z.B. nach der Trauung gratuliert wird. Wenn möglich, spreche ich beide dazu kurz an und sie wechseln die Position.
11. Wichtige Momente/Verschiebungen: Es wäre sehr wünschenswert, wenn z.B. eine Trauzeugin die Fotografin auf dem Laufenden halten könnte, ob sich wichtige Momente des Programms gerade verschieben oder ob überraschende Programmpunkte vorbereitet wurden.
12. Macht langsam: Versucht es, trotz der Aufregung, die wichtigen Momente langsam und genüsslich zu gestalten, wie z.B. den Einzug, den Auszug, den Ringtausch usw. So hat der Fotograf die Möglichkeit, das Ganze aus verschiedenen Perspektiven zu fotografieren.
Eure Hochzeitsfotografin aus München, Tetyana Pirker



